Zusammen mit der Sidona besuchten wir zuerst die neu renovierte Kathedrale.
Historisches
An der Stelle der heutigen St. Ursen-Kathedrale stand
schon seit dem Mittelalter das alte St. Ursen-Münster, welches das Zentrum des
im Jahre 870 gegründeten Chorherrenstiftes bildete. Der desolate bauliche
Zustand des Münsters sowie der Einsturz des Turmes – Wendelstein genannt – am
25. März 1762 machten den langwierigen Streitigkeiten innerhalb der Solothurner
Obrigkeit über einen Neubau des Münsters und dessen Ausgestaltung ein Ende.
Im Jahre 1763 wird dem Architekten Gaetano
Matteo Pisoni (1713–1782) aus Ascona die Bauführung zum Neubau des St.
Ursen-Münsters nach seinen Plänen übertragen. Die Eigenwilligkeit des Tessiners
bei der Bauführung und im Umgang mit den Bauherren führen allerdings zu seiner
Entlassung. Sein Neffe Paolo Antonio Pisoni (1738-1804) führt ab 1772 den Bau
weiter.
Am 26. September 1773 wird das neue Münster
durch den Bischof von Lausanne – Josef Niklaus von Montenach – eingeweiht. Die
Kirche hat weiterhin die Funktion als Stiftskirche für die Chorherren sowie als
Pfarrkirche.
Nach den Wirren der französischen Revolution müssen
die Bistumsverhältnisse in der Schweiz neu geordnet werden. Am 7. Mai 1828 wird
durch Papst Leo XIII. das Bistum Basel reorganisiert und neu umschrieben. Im
Konkordat von 1828 besiegeln die Regierungen der Kantone Solothurn, Luzern, Zug
und Bern sowie der Heilige Stuhl die neuen Bistumsgrenzen und bestimmen
Solothurn zum Bischofssitz. (Die übrigen sechs Bistumskantone treten dem
Konkordat im Lauf der Zeit bei.)
Die Stiftskirche wird zur Kathedrale. Sie ist
als Bischofskirche das geistliche Zentrum des Bistums. In der Kathedrale feiert
der Bischof mit den Gläubigen die Gottesdienste der Hochfeste im Kirchenjahr.
Für die Chrisam-Messe versammeln sich die Priester und Seelsorgenden mit dem
Bischof jährlich zur Weihe der heiligen Öle. Ferner finden auch die Priester-
und Diakonatsweihen sowie die Institutiones und Missiones hier statt.
Die Kathedrale dient als Pfarrkirche der Pfarrei St. Ursen, Solothurn. Sie ist heute im Besitz der römisch-katholischen Kirchgemeinde Solothurn.
Die Kathedrale dient als Pfarrkirche der Pfarrei St. Ursen, Solothurn. Sie ist heute im Besitz der römisch-katholischen Kirchgemeinde Solothurn.
Anschliessend waren wir im Bischöfliche Ordinariat eingeladen.
Im Sternen wurde uns ein vorzügliches Mittagessen serviert.
Bei strahlendem Sonnenschein durften wir am Nachmittag unter kundiger Führung die Stadt besichtigen.
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