14. November 2012

34.Solothurn

 Zusammen mit der Sidona besuchten wir zuerst die neu renovierte Kathedrale.

Historisches
An der Stelle der heutigen St. Ursen-Kathedrale stand schon seit dem Mittelalter das alte St. Ursen-Münster, welches das Zentrum des im Jahre 870 gegründeten Chorherrenstiftes bildete. Der desolate bauliche Zustand des Münsters sowie der Einsturz des Turmes – Wendelstein genannt – am 25. März 1762 machten den langwierigen Streitigkeiten innerhalb der Solothurner Obrigkeit über einen Neubau des Münsters und dessen Ausgestaltung ein Ende.
Im Jahre 1763 wird dem Architekten Gaetano Matteo Pisoni (1713–1782) aus Ascona die Bauführung zum Neubau des St. Ursen-Münsters nach seinen Plänen übertragen. Die Eigenwilligkeit des Tessiners bei der Bauführung und im Umgang mit den Bauherren führen allerdings zu seiner Entlassung. Sein Neffe Paolo Antonio Pisoni (1738-1804) führt ab 1772 den Bau weiter.
Am 26. September 1773 wird das neue Münster durch den Bischof von Lausanne – Josef Niklaus von Montenach – eingeweiht. Die Kirche hat weiterhin die Funktion als Stiftskirche für die Chorherren sowie als Pfarrkirche.

Nach den Wirren der französischen Revolution müssen die Bistumsverhältnisse in der Schweiz neu geordnet werden. Am 7. Mai 1828 wird durch Papst Leo XIII. das Bistum Basel reorganisiert und neu umschrieben. Im Konkordat von 1828 besiegeln die Regierungen der Kantone Solothurn, Luzern, Zug und Bern sowie der Heilige Stuhl die neuen Bistumsgrenzen und bestimmen Solothurn zum Bischofssitz. (Die übrigen sechs Bistumskantone treten dem Konkordat im Lauf der Zeit bei.)
Die Stiftskirche wird zur Kathedrale. Sie ist als Bischofskirche das geistliche Zentrum des Bistums. In der Kathedrale feiert der Bischof mit den Gläubigen die Gottesdienste der Hochfeste im Kirchenjahr. Für die Chrisam-Messe versammeln sich die Priester und Seelsorgenden mit dem Bischof jährlich zur Weihe der heiligen Öle. Ferner finden auch die Priester- und Diakonatsweihen sowie die Institutiones und Missiones hier statt.
Die Kathedrale dient als Pfarrkirche der Pfarrei St. Ursen, Solothurn. Sie ist heute im Besitz der römisch-katholischen Kirchgemeinde Solothurn.










Anschliessend waren wir im Bischöfliche Ordinariat eingeladen.



















Im Sternen wurde uns ein vorzügliches Mittagessen serviert.



Bei strahlendem Sonnenschein durften wir am Nachmittag unter kundiger Führung die Stadt besichtigen.






















Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen